DJV zur Türkei
Wahlen ohne freie Presse sind keine Wahlen
Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Inhaftierung von 10 Journalistinnen und Journalisten in der Türkei im Rahmen der andauernden Proteste scharf.
Auslöser ist die Verhaftung von Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoğlu, dem die türkische Regierung Korruption vorwirft. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: „Demokratische Wahlen können nur stattfinden, wenn sich das Volk zuvor auch eine eigene Meinung bilden kann. Das ist in der Türkei kaum noch der Fall. Wir gehen davon aus, dass 90% der Nachrichtenquellen von Erdogan gelenkt werden. Die Zahl von 10 inhaftierten Journalisten ist vor diesem Hintergrund besonders hoch.“
Der DJV-Vorsitzende macht deutlich, dass die Türkei mit starken Schritten weiter in Richtung Autokratie geht. „Hut ab vor den Menschen auf der Straße, die in diesen Tagen ein deutliches Zeichen setzen. Die Verhaftungen sind nicht nur eine Gefahr für den Journalismus, sondern für die gesamte Demokratie“, so Beuster.
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Pressesprecherin