DJV-Veranstaltungsreihe
Deutsch-Polnisches Journalismus-Seminar
Das Deutsch-Polnische Journalismus-Seminar findet einmal jährlich einwöchig statt mit dem Ziel, dass sich hauptberuflich tätige Journalist:innen aus den europäischen Nachbarländern Deutschland und Polen gemeinsam über ihr journalistisches Berufshandwerk austauschen und weiterbilden.
Rückblick
2024: Reporting on historic issues and AI
Der DJV hat vom 21. - 26. November 2024 in Posen wieder ein mehrtägiges Seminar mit journalistisch Berufstätigen aus Deutschland und Polen durchgeführt. Der inhaltliche Fokus lag auf der journalistischen Berichterstattung über geschichtliche Themen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der praktischen journalistischen Arbeit.
20 Teilnehmende aus Deutschland und Polen waren dabei. Hier die Schwerpunkte, die im Übrigen durch Gruppenarbeit und auch die Vorstellung eigener Projekte der Teilnehmenden ergänzt wurden.
Die Veranstaltung wurde gefördert von der Körber Stiftung und die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
21. November
Wie erreicht man mit schwierigen historischen Themen ein jüngeres Publikum?
Anette Harlfinger, Leiterin der Geschichts- und Wissenschaftsredaktion bei ZDFinfo
Wie nähert man sich den deutschen Geistern? Das Schreiben einer Hauntologie
Dr. Karolina Ćwiek-Rogalska, Leiterin des ERC-Projekts Recycling the German Ghosts,
Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften
KI-Tools in kreativen Prozessen – Einführung, Kamila Sobczyk, Deloitte Poland
Arbeit mit schwierigen Themen in lokalen Gemeinschaften und Werkzeuge zu ihrer Erforschung
Dr. habil. Anna Wylegała, Institut für Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften
22. November
Institutionelle Narrative
Dr. Gundula Bavendamm, Direktorin des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin
Prof. Krzysztof Ruchniewicz, Direktor des Witold-Pilecki-Instituts für Solidarität und Tapferkeit, Warschau
Die historische Landschaft Posens – Stadtführung und architektonischer Vortrag
Workshop zu Prompt Engineering
Kamila Sobczyk, Deloitte Poland
23. November
Geschichte in der Stadtlandschaft – Besuch eines unter der deutschen Besatzung angelegten Freizeitsee, in dem Grabsteine des jüdischen Friedhofes versenkt wurden
Maciej Krajewski, Verein Łazęga Poznańska
KI im Journalismus – und wie man damit umgeht
Kamil Bałuk, Journalist und Trainer
Oral History vs. Narration
Dr. Jakub Gałęziowski, Vorsitzender der Polnischen Gesellschaft für Oral History
24. November
“Illusionen der Allmacht: Architektur und Alltag unter deutscher Besatzung“ – Ausstellung im Kulturzentrum Zamek und Gespräch mit Kuratorin Aleksandra Paradowska
Queere Geschichte in Osteuropa
Dr. Joanna Ostrowska, Historikerin, Autorin, Filmkritikerin
„Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“ – Gespräch mit Christiane Hoffmann, Erste stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung und stellvertretende Leiterin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Bestsellerautorin von „Alles, was wir nicht erinnern“.

Kunst-Installation im Stadtschloss Posen: Trümmerstrukturen treffen auf nationalsozialistisches Marmorwerk. Aleksandra Paradowska, Kuratorin der Ausstellung „Iluzje wszechwładzy“ („Illusionen der Allmacht“) erläutert das Konzept. Foto: Tomasz Kaczor
Rückblick
2023: Reporting on climate change
Der DJV führte im Rahmen der Konferenzserie zum Hinterland im November 2023 ein Reportage-Seminar für journalistisch Berufstätige aus Deutschland und Polen durch.
STORIES IN THE TIMES OF CRISIS
German-Polish workshop on reporting about climate change
November 10 – 15, 2023, Kostrzyn nad Odra˛ (Küstrin/Oder)
Der Workshop richtete sich an journalistisch Berufstätige aus Deutschland und Polen und findet in englischer Sprache statt.
Die Themen waren u.a.:
- Konstruktiv über Klimaprobleme berichten – ein Vorteil für Redaktionen
- Die richtigen Bilder für Klima- und Umweltprobleme fotografieren / aufnehmen
- Reportage-Exkursion in das Naturschutzgebiet Warthemündung
- Deutsch-polnische Gruppenarbeit
Eine Veranstaltung des Deutschen Journalisten-Verbandes mit Unterstützung des Instituts für Reportage in Warschau.
Die Teilnahme an der Seminarwoche wurde durch den DJV zu 100 Prozent gefördert.
Eine Dokumentation zur Tagung kann bei Interesse beim DJV-Referat Freie angefordert werden (hob@djv.de).
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Referat freie Journalist:innen
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